Abschluss und Berufsbild

Ziel

Ziel der Weiterbildung an der Fachschule für Wirtschaft in Abendform ist es, Fachkräfte mit geeigneter Berufsausbildung und Berufserfahrung für betriebswirtschaftliche branchen- und funktionsbezogene Tätigkeiten und Führungsaufgaben auf mittlerer Ebene zum/r Staatlich geprüften Betriebwirt/in zu qualifizieren.

Abschluss

Die Weiterbildung schließt mit je einer schriftlichen Prüfung in drei Unterrichtsfächern (mündliche Prüfung optional) und einer schriftlichen Facharbeit ab. Wer die Prüfung bestanden hat, erhält ein Abschlusszeugnis mit der Berechtigung, die Berufsbezeichnung

Staatlich geprüfte Betriebswirtin / Staatlich geprüfter Betriebswirt

zu führen. Teilnehmerinnen und Teilnehmer ohne Fachhochschulreife erhalten diese zusätzlich.

Der Vergleich des Staatl. gepr. Betriebswirt mit dem akademischen Bachelor - Abschluss wird in der Praxis unterschiedlich gesehen. Es gibt Arbeitgeber, die für Akademiker ausgeschriebene Stellen mit Staatlich geprüften Betriebswirten besetzen. Dafür sprechen die große Praxiserfahrung und die hohe Belastbarkeit der Bewerber. Andere Arbeitgeber bevorzugen Bewerber mit akademischen Abschlüssen. Wichtig bei der Entscheidung der Arbeitgeber ist besonders die in der Ausübung der beruflichen Tätigkeit und in der Weiterbildung erworbene Selbstkompetenz, z.B. das Setzen eigener Ziele und die eigenständige und nachhaltige Gestaltung von Lern- und Arbeitsprozessen.

Tätigkeitsfeld

Das Tätigkeitsfeld der Staatlich gepr. Betriebswirtin bzw. des Staatlich geprüften Betriebswirts umfasst die Schnittstelle von betriebspolitischen, planerisch-gestaltenden Entscheidungsvorhaben einerseits und der für ihre Umsetzung erforderlichen ausführenden Maßnahmen und Tätigkeiten andererseits. Bei der Einführung neuer betrieblicher Organisationsstrukturen, neuer Technologien oder der Festlegung neuer, marktabhängiger Ziele obliegt ihm bzw. ihr die Aufgabe einer möglichst reibungslosen Realisierung im eigenen Zuständigkeitsbereich.

Der Staatlich geprüfte Betriebswirt bzw. die Staatlich geprüfter Betriebswirtin muss in der Lage sein, mit übergeordneten Entscheidungsträgern und nachgeordneten Mitarbeitern produktiv zusammenzuarbeiten und die im Rahmen seiner betrieblichen Kompetenzen erforderlichen außerbetrieblichen Kontakte zu pflegen und zu nutzen. Dies setzt eine umfassende Kommunikationsfähigkeit voraus, die auch die Fähigkeit zur Problemdarstellung und zur Beschreibung eigener Vorstellungen und Ideen einschließt. Die Fähigkeit, Fremdsprachenkenntnisse in Erfüllung betrieblicher Aufgaben gezielt anzuwenden, gewinnt angesichts der zunehmenden internationalen Verflechtung immer mehr an Bedeutung.

Betriebliche Einsatzmöglichkeiten

Die betrieblichen Einsatzmöglichkeiten der Absolventen dieser Weiterbildung umfassen die Übernahme von Leitungsaufgaben als Beauftragte für bestimmte Funktionsbereiche, z.B. für Verkauf, Vertrieb, Personal - und Rechnungswesen oder die Geschäftsführung kleiner und mittlerer Unternehmen, Koordinations- und Beratungsaufgaben im Dienste der Geschäftsleitung sowie die Übernahme von Aufgaben u.a. in der betrieblichen Ausbildung oder Projektleitung.

Weiterqualifizierung dient immer dem Arbeitsplatzerhalt. Gerade die Kombination aus umfangreichen beruflichen Erfahrungen, der in der Weiterbildung vermittelten theoretischen Fundierung und den damit einhergehenden Zuwächsen an personalen Kompetenzen ermöglicht den Absolventen oftmals auch einen erheblichen Karrieresprung. Unsere regelmäßigen Absolventenbefragungen bestätigen dies.

Perspektiven

Der Abschluss Staatlich geprüfte/r Betriebswirt/in ist nach Expertenmeinung dem Bachelor-Abschluss gleichwertig, allerdings nicht gleichartig. Deshalb ist es zurzeit nicht ohne Weiteres möglich, mit diesem Abschluss sofort ein Master-Studium aufzunehmen. Einzige Ausnahme ist die Open University Business School (britische Fern-Universität).

Zur Erlangung eines  akademischen Bachelors erkennen Hochschulen in unterschiedlichem Umfang die an der AWS erbrachten Vorleistungen an. Studiendauer, Arbeitsaufwand und Kosten reduzieren sich um etwa die Hälfte.

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