Modellieren von Geschäftsprozessen mit dem Programm ARIS

Geschäftsprozesse stellen eine Folge von logisch und zeitlich zusammengehörigen betrieblichen Abläufen mit definiertem Anfang und Ende dar, die immer genau gleich oder zumindest sehr ähnlich sind. Im Sinne der strategischen Unternehmensplanung stellen sie kundenorientierte Wertschöpfungsprozesse dar, da nur zufriedene Kunden dauerhaft wertschöpfende Abläufe ermöglichen.

Warum sollte man sich mit den Geschäftsprozessen genauer auseinandersetzen?
In deutschen Unternehmen wird laut Studien ein nicht unerheblicher Anteil der Arbeitszeit mit unproduktiven Tätigkeiten verschwendet. In dieser Zeit werden zum Beispiel Aufgaben doppelt erledigt. Andere wichtige Teilaufgaben werden hingegen ausgelassen.

Die Herausarbeitung (Modellierung) von Geschäftsprozessen erleichtert die Verbesserung der Arbeitsabläufe und hilft somit Zeit und Kosten zu sparen. Eine standardisierte Darstellungsform für solche Geschäftsprozesse sind ereignisgesteuerte Prozessketten (EPK). Bei der Geschäftsprozessoptimierung geht es um das Aufspüren von Schwachstellen bei den betrieblichen Abläufen und um deren Verbesserung. Eine geeignete Software zur Darstellung ereignisgesteuerter Prozessketten ist das Programm ARIS (IDS Scheer).

An Geschäftsprozessen sind in der Regel mehrere Organisationseinheiten beteiligt. Übertragen auf die Berufsschule bedeutet das: Mehrere Lehrer sind mit ihren jeweiligen Fächern am Geschäftsprozess beteiligt. Die Darstellung der Geschäftsprozesse durch die Schüler führt dazu, dass die Schüler die Abläufe im Unternehmen besser verstehen - also stärker in Geschäftsprozessen und weniger in Fächern (fachsystematisch) denken.

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